zzc_4.jpgDas Zimzum – das ist die Konzentration, die Kontraktion, das Zurückfallen in und auf sich selbst, welches vor jedem kreativen Prozess stattfindet. Wenn sich die Anspannung dann mit einem Krachen entlädt, kommt dabei finster-schöne und farbenprächtige Musik heraus. Der Crash ist aber auch ein Absturz und Zusammenbruch, und so ist jede Schöpfung in einer vergänglichen Welt bereits ihrem Wesen nach auch immer schon eine verfehlte und zum Scheitern verurteilte. Diesen fatalen Umstand nicht nur hinzunehmen, sondern geradezu als essentiellen Bestandteil mitzutragen und zu bestätigen, ist die eigentliche kreative Leistung, welcher sich Zim Zim Crash verschrieben fühlt, um so musikalisch ein bitter-süßes Geflecht aus Schwermut und Bejahung zu stricken. Ganz im Sinne Nietzsches Feststellung: "Ohne Musik wäre das Leben ein Irrtum".

Tiefe, bildreiche und existentielle Themen, vorgetragen von einer sanften melancholischen Stimme, treffen auf solide Rockgitarren, klassische Orgel- und experimentierfreudige Synthiesounds. Durchweg verträumt und sphärisch, ernsthaft und herausfordernd, lässt sich die Musik dabei nicht ohne weiteres einem bereits bestehenden Subgenre zuordnen. Aber genau das will sie auch nicht.
 
„Synesthetic Art Rock“ ist keine Musik, die man eben mal so nebenher hört. Ziel ist es, dich mit Haut und Haaren zu fassen. Nicht du sollst die Musik, sondern die Musik soll dich konsumieren. Es dreht sich alles um Assoziation und vermeintliche Gegensätze. Es geht um Oszillatoren und Träume, um laute Gitarren und leise Töne, um melancholische Stimmungen und gute Gefühle, um etwas Neues im alten Gewand. Dies wird nicht von einem visuellen Konzept oder einer ausgefallenen Bühnenshow, sondern allein von der Musik selbst getragen. Musiker und Instrumente sind bloßes Mittel zum Zweck, die Bühne selbst nur Medium für etwas an sich Unaussprechliches. Alles kann – nichts muss passieren. Lass dich mitnehmen!

Die Wurzeln der Band reichen bis ins Jahr 2011 zurück. In der heutigen Form besteht sie seit Ende 2014. Das erste Album „Oneironaut“ erschien im Dezember 2016. Die aktuelle Besetzung existiert seit April 2016. Derzeit befindet man sich in der "Studiophase" zum zweiten Album.

von links nach rechts:                                         
Manuel Blum - keys
Daniel Grob - drums
Ismene Hermann - vocals, guitar
Stefan Schillinger - bass
Dominik Hauser - guitar

 

Photos by Katharina Skalweit